Patanjali und Stricken? Jetzt wird es aber ein bisschen sehr beliebig...
Nicht ganz!
Nimmt man sich Patanjalis Nyamas zur Hand, paßt das Stricken mit ein wenig Nachhilfe ganz gut zum Kanon der yogischen Disziplinen:
Shauca - die Reinheit: bezieht sich sowohl auf den Körper als auch auf den Geist. Wer schon mal versucht hat, mit Schokoladenpfoten ein Schultertuch aus feinster Wolle zu stricken, wird diesen Punkt gut nachvollziehen können.
Auch, wer in Gedanken mit seiner Steuererklärung zu Gange war, während die Finger an einem komplizierten Zopfmuster arbeiteten, weiß die Reinheit (=Zentriertheit) der Gedanken sehr zu schätzen!
Als nächstes wäre da Santosha, die Zufriedenheit. Wenn man das gleiche Strickstück zig mal aufrippeln musste, und am Ende doch einen Traum von einem Pullover vor sich liegen hat, ist die Zufriedenheit so groß, dass sie zu reinstem Glück mutiert :-)
Dann geht es weiter zu Tapas - Begeisterung und Disziplin. Mit der Begeisterung hat Frau Yogini keine Probleme. Mir fallen auf Anhieb 10 Teile ein, die ich sofort stricken möchte. Aber die Disziplin, das Angefangene auch zu beenden - oh weh :-(
Hier fleißt der Yoga von der Matte zu den Nadeln: mittlerweile stricke ich tatsächlich EIN Teil nach dem anderen. Fange nicht mehr 10 Sachen an und siehe da, es kommen auch tragbare Sachen dabei raus (Bildbeweiß folgt!)
Der nächste Punkt: Svadhyaya - Selbststudium, aber auch, Neues zu lernen, um sich selbst weiterzuentwickeln. Also nicht die 1001. Socke aus selbstmusterndem Garn mit dreiteiligem Käppchen, es darf auch etwas Kompliziertes wie eine Zopfsocke mit Herzferse sein. Oder so :-)
Und zu guter Letzt: Isvara Pranidhana - Handeln mit Hingabe. Das ist m.E. nach eine der besten Beschreibungen fürs Stricken, wie folgende Szene zeigt:
Sie:"Wirklich nur noch eine Reihe, Schahaatz!" ,
Er: guckt mal wieder hungrig in den leeren Kühlschrank....
Yoga und ich
meine aktuellen Lieblinks:
Sonntag, 29. August 2010
Mittwoch, 25. August 2010
Heißes Wasser trinken? Wie uncool!
... das war meine erste Reaktion, als ich vor etlichen Jahren Christine Kaufmann bei Alfred Biolek an heißem Wasser nuckeln sah, während der Rest des Kochteams sich einen tollen Wein nach dem nächsten gönnte.
Nun gehöre ich selbst zu den Menschen, die mit einer Thermoskanne voll heißem Wasser durch die Gegend zieht.
Weil es mir schmeckt, weil es schön warm macht, weil es entstresst. Letzteres für mich als noch leidender Kaffee-Junkie (Erfolgsgeschichten zu diesem Thema? Bitte schreibt sie mir!) ganz wichtig.
Ich gestehe, es hat einige Zeit des Ausprobierens gebraucht, bis ich mir die Thermoskanne besorgt habe. Und auch des Leidens an ewig kalten Fingern und Füßen. Ist seither fast weg *drei-Kreuze-schlag*
Frau Yogini hat nicht nur eine Vata-Konsitution, sie neigt auch zu Störungen in diesem Bereich.
Da sie - auch typisch Vata - ständig auf Achse ist, dabei aus Ermangelung an Alternativen Stullen und Laugenbrezel futtert, hilft das Trinken von heissem Wasser, Körper und Geist etwas mittiger zu halten. Besser wäre natürlich, auf Herrn Yogins Rat zu hören, und mehr zu kochen. Ich arbeite dran *lächel*
Montag, 23. August 2010
Das "ich" zum Yoga....
...sollte natürlich nicht im Vordergrund stehen!
Tut es aber heute ausnahmsweise, weil Yogini testen möchte, wie sie hier Bilder hochladen kann.
....OOOOMMMM.....
Hat funktioniert :-)
Sonntag, 22. August 2010
Auf ein Neues!
Während es draussen gewittert, erblickt ein neuer Blog das Licht der Welt.
Noch ist er ganz klein und muss kräftig gefüttert: mit Bildern, Eindrücken, Informationen, Rezepten, Statements - kurz mit Leben!
Da alles, was ein Yogin/ eine Yogini tut, Yoga ist, wird sich mein Yoga jenseits der Matte in der nächsten Zeit mit html, ftp, css und ähnlichen böhmischen Dörfern beschäftigen.
Gut, dass ich heute Nachmittag an unserer HP schon üben durfte! Was dabei herauskommt, wenn Yogin und Yogini in die Tasten hauen, findet sich hier:
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